|
|
Hiung-nu (Hsiung-nu,Xiongnu)
|
|
|
|
Diese Stämme leben auf dem Gebiet
der heutigen Mongolei. Sie treten in das Licht der Geschichte, als sie im
4.Jh.v.Z. das chinesische Hoheitsgebiet bedrohen. Sie erweisen sich den
chinesischen Wagen- und Fußtruppen stets überlegen.
Der chinesische Kaiser Wu-ling (325-298 v.Z.) entschließt sich deshalb
zur Schaffung einer Reiterei aus bestehenden Wagentruppen. So können die
Pferdebogner erfolgreicher abgewährt werden.
|
|
|
|
|
|
Die Herrscher konkurrierender Königreiche
im Norden Chinas hatten nach und nach einzelne Schutzwälle errichtet. Sie
sollten die barbarischen Reitervölker aus den nördlich gelegenen Steppen
daran hindern in ihr Land einzudringen. Diese Teilstücke werden ab dem 3.
Jahrhundert v.Z. miteinander zu einer großen Mauer verbunden.So entsteht
aus bereits bestehenden Grenzwällen die „Große Mauer“ in ihrer ursprünglichen
Form.(nicht zu verwechseln mit der Mauer, deren Reste noch heute
existieren!!!)
Ihr heutige Form erhält die Mauer aber im 15./16.Jh. unter der
Ming-Dynastie.
Um 220 v.Z. entsteht der erste
geschlossene Verteidigungsgürtel unter dem Kaiser Qin Shi Huang (Qinshihuang
oder Quin Shihuang (Regierungszeit 221-210 v.Z.) Er mißt etwa 6000 km Länge.
221-206 v.Z. entsteht
mit dem Reich der Chin erstmals ein einheitliches chinesisches
Kaiserreich.
|
|
|
|
1974 wird bei der
Stadt Siam das Grab des Kaisers Qinshihuang entdeckt. Darin befinden
sich Nachbildungen von Kriegern, Pferden und Kriegswagen. Der Kaiser
schlug mit solch einer Armee 220v.Z.die Hunnen erfolgreich zurück und
besiegte 221v.Z. 6 Reiche. Er ist der Begründer des ersten Staates in der
chin. Geschichte,
der Quin-Dynastie (221-207 v.Z.)
|
|
|
Grabungsarbeiten
|
|
|
|
|
Die hölzernen Wagen sind nicht sehr gut
erhalten, dafür aber die Wagenlenker und Pferde. Die Pferde des Grabes
sind meist Rappen, die Rasse kommt noch heute in China und der Mongolei
vor. Die Tonkrieger und -Reiter (6000-7000 Tonfiguren) stellen die Feldzüge
dar.
|
|
|
|
|
|
Kavallerist und Pferd in Lebensgröße
|
|
|
Eine 2.Grabung 1980 brachte Wagen und
Pferde aus Bronze zutage mit einer Masse von 1,8 t und 1564 goldenen und
silbernen Verzierungen, die sorgfältig restauriert wurden. Unter der
Bezeichnung Nr.2 stehen sie seit 1983 in einem Museum.
|
|
|
|
|
|
1980 geborgener Wagen, vergoldete
Bronze, in ein Drittel der Lebensgröße
|
|
|
Um 209-174 v.Z. erreichen die Hiung ihre
größte Machtentfaltung und 175 v.Z. unterwerfen sie die Massagneten. Der
HAN-Kaiser Wu-ti (141-87 v.Z.) reorganisiert die Reiterei. Neben dem
Pferdebogner gibt es jetzt auch schwere Reiterei mit Stoßlanze und großem
Hiebschwert. Diese Reiterei kann die Steppenreiter mehrfach bezwingen.
110 v.Z setzen die Hiung im Kampf
gegen China 90000 Pferdebogner ein. Auf chines. Seite kommen 20000 Mann
und 100000 Pferde zum Einsatz. Selbst wenn die realen Zahlen bei einem
Viertel liegen, welch eine Dimension!
|
|
|
|
|
|
Unter Wu-ti werden 3000 Zuchtpferde aus
Turkestan beschafft und systematisch Gestüte gegründet. Bis zum 7.Jh.
unterhalten die Chinesen etwa 750000 Pferde in den nördlichen Steppen.
Mit dem Pferd werden neue Gebiete erschlossen.
Das chinesische Reich wird seit dem
1.Jh.zunehmend von den mit den Hiung verwandten Hunnen bedroht. Schließlich
lassen die Angriffe nach und die Hunnen wenden sich westwärts.220 zerfällt
das HAN-Reich und es entstehen 3 unabhängige Staaten.
In Nordchina entsteht die „Nördliche
Wei Dynastie“.(385-439),die ganz Nordchina umfaßt. Im Süden gibt es
221-589 verschiedene südl.Dynastien. Nach Zerfall des Toba Reiches
entsteht 581 wieder ein einheitliches Reich unter der Sui-Dynastie.(581-618).Von
618 bis 906 erreicht China eine neue Blütezeit unter der Tang-Dynastie,
dann erneuter Zerfall.
960-1279 wieder ein großes Reich unter
der Song-Dynastie in Mittel- und Südchina.1126 Einfall der Chin in
Nordchina, die es dann beherrschen.1270-80 beide Reiche unter mongolischer
Herrschaft unter dem Namen Yuan Dynastie.
|
|
|
|
|
|
1345 erfolgt der Bau der Wolkenterrasse,
eines Tunneltores mit Inschriften in Sanskrit, Tibetisch, Mongolisch,
Uigurisch, Chinesisch und Tangutisch1368-1644 zur Zeit der Ming-Dynastie
ist die Mauer die massivste Verteidigungsanlage der Welt
Von Nordosten dringen dann die Mandschuren in China ein und erobern 1644
Peking.Die Mandschu beginnen eine neue Dynastie.
1957 erfolgt die Restaurierung eines
Teils der Großen Mauer bei Badaling und 1985 Restaurierung der teilweise
mehr als 10 m hohen und 5 m breiten Großen Mauer bei Mutianyu.1987 wird
dieses Bauwerk von der UNESCO zum Weltkultur- erbe erklärt.
Schließlich erbringen Forschungen im
Jahre 2000,daß die Mauer ursprünglich im Nordosten noch 500 km länger
war und damit über 7200 km Länge besaß.
|
|
|
|
|